ALSLEBEN Grünes Licht für den Naturfriedhof

12.12.2013

ALSLEBEN
Grünes Licht für den Naturfriedhof

Projekt bei Alsleben wird nächstes Jahr verwirklicht

5626159_1_1G2H2XFoto: Hanns Friedrich
In diesem Bereich, unterhalb der Ursulakapelle bei Alsleben, wird der erste Naturfriedhof im Landkreis Rhön-Grabfeld entstehen.

Der vor einem Jahr erstmals bei einem Pfarrfamiliennachmittag in Alsleben vorgestellte Naturfriedhof unterhalb der Ursulakapelle wird verwirklicht.
Der Kreistag hat dafür am Mittwoch in Haselbach bei Bischofsheim grünes Licht gegeben. Für Bürgermeister Kurt Mauer und weitere Mitverfechter dieser Idee geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.
Selbst Pfarrer Andreas Bracharz ist ein Befürworter der Einrichtung, ebenso die Diözese Würzburg. Zuständig für den Friedhof ist die politische Gemeinde, die katholische Kirchenstiftung Alsleben für die Ursulakapelle. Das ist Grundlage einer Vereinbarung.
Wichtig ist es den Verantwortlichen, dass es keine anonyme Bestattungen geben wird und dass man auf den kleinen Grabsteinen neben Namen und persönlichen Daten christliche Zeichen findet.

Wie der neue Naturfriedhof aussehen soll, hat Oberamtsrat Erwin Kruczek von der Forstbetriebsgesellschaft ausgearbeitet. Für Bürgermeister Kurt Mauer ist es wichtig, dass die Kirche einbezogen ist. Deshalb gab es vorab Gespräche mit Pfarrer Bracharz und man erarbeitete ein Konzept. Außerdem schaute man sich verschiedene Naturfriedhöfe an. Erwin Kruczek verweist in seinem Konzept auf das Einzugsgebiet von rund 40 Kilometern, wobei auch Thüringen eingebunden wird. Mit der Ursulakapelle habe Alsleben dann eine Sonderstellung und eine stilvolle Anlage. „Kirche und Friedhof sind hier nah beieinander.“ Bürgermeister Kurt Mauer sagte, dass für Bestattungen bereits schon erste Anfragen vorliegen, so dass man davon ausgehen kann, dass der Naturfriedhof angenommen wird.
Der nun genehmigte Naturfriedhof ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator gut begehbar und es gibt einen Parkplatz, sagte Bürgermeister Kurt Mauer bei der Sitzung des Kreistags in Haselbach auf Anfrage. Wichtig sind dem Planer der Anlage kleine Grabsteine, in Form von einer Art Grenzstein mit Namen, einem christlichen Symbol und den persönlichen Daten.
Geplant ist im Umkreis um einen Baum ungefähr zwölf Urnen zu platzieren, die gekennzeichnet werden durch einen kleinen Stein, eben in der Größe eines Grenzsteins. Die Urnen werden 70 Zentimeter tief in die Erde eingebracht. Drei bis sieben Hektar kann die Gemeinde für diesen Naturfriedhof in mehreren Schritten ausweisen.
Die Bäume bleiben stehen, es sei denn, sie bedeuten eine Gefahr für die Besucher. Dann werden sie umgesägt und eventuell durch eine Nachpflanzung ersetzt. Ausgearbeitet ist auch ein Logo für den „Naturfriedhof St. Ursula“. Es zeigt einen grünen Baum als Zeichen der Hoffnung, in dem ein weißes Kreuz zu sehen ist. Das Ganze ruht auf einem Schiff und erinnert an die so genannten „Ursula-Schiffchen“ der mittelalterlichen Bruderschaften. Kruczek: „Sankt Ursula soll mit dem Schiff von einer Pilgerreise nach Rom zurückgekehrt sein und kam nach Köln. Hier fiel sie in die Hände der Hunnen und starb den Märtyrertod. Die Bruderschaften hofften auf die Fürsprache der Heiligen Ursula für einen gnädigen Tod. Das Schiff ist außerdem Sinnbild für das sichere Übersetzen zum jenseitigen Ufer.“
Für Oberamtsrat Erwin Kruczek ist es auch von Bedeutung, dass der neue Naturfriedhof letztendlich eine neue Einnahmequelle für die Gemeinde ist, aber auch die Ursulakapelle in ihrer Bedeutung noch mehr heraus hebt. Auch die Gastronomie werde wohl profitieren, wenn nach Urnenbeisetzungen die Trauernden in der Gastwirtschaft einkehren. Die Ruhefristen werden sich wohl bei 30 Jahren einpendeln, wobei eine Verlängerung möglich ist. Mit der Fertigstellung des Naturfriedhofs, der entsprechend eingezäunt und gekennzeichnet ist, wird wohl im kommenden Jahr zu rechnen sein.

Hanns Friedrich

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