ALSLEBEN Ein Ort der Ruhe zwischen Bäumen

ALSLEBEN
Ein Ort der Ruhe zwischen Bäumen

Kurt Mauer führte Gäste durch den neuen Naturfriedhof

Foto: Kleinhenz

6131747_1_1HQSKLZwischen den Bäumen: Kurt Mauer aus Alsleben, der ehemalige Bürgermeister der Marktgemeinde Trappstadt (Zweiter von rechts), bot eine Führung durch den Naturfriedhof St. Ursula bei Alsleben. Aufmerksame Zuhörerin in einer der Gruppen war auch Gitta Biedermann, eine Stadträtin von Bad Neustadt (Zweite von links).

„Vier Bestattungen sind bereits vollzogen und weitere können gerne dazu kommen“, sagt Kurt Mauer, der ehemalige Bürgermeister von Alsleben, der zahlreiche Gäste durch den neuen Naturfriedhof führt. Mit dabei ist auch Gitta Biedermann, eine Stadträtin von Bad Neustadt.

Interessiert hört sie zu, wenn Mauer das neue Bestattungsangebot im Landkreis Rhön-Grabfeld vorstellt. An jenem Nachmittag herrscht ein leichter Wind auf dem Gelände. Man kann auf einer Anhöhe nahe der Ursula-Kapelle frische Luft tanken und die Ruhe genießen. Der Naturfriedhof mit seinen Bäumen erlaubt am Ende der Führung einen herrlichen Blick auf den beschaulichen Grabfeldort Alsleben.

Kurt Mauer selbst bekennt sich dazu, dass er sich einmal hier bestatten lassen möchte. „Es ist ein christlich geprägter Friedhof“. Freilich sollen Menschen „mit anderen Wertvorstellungen“, wie es in einem Prospekt zu lesen steht, dadurch nicht ausgegrenzt werden. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, sich dort bestatten zu lassen. Die Beisetzung kann individuell gestaltet werden und „ist mit oder ohne kirchliche Begleitung“ möglich.

Soll ein Seelsorger die Beisetzung der Asche begleiten, ist eine Trauerfeier in der nahen Ursula-Kapelle möglich, die für diesen Zweck eigens geöffnet wird. Normalerweise werden deren Türen nur wenige Male im Jahre entriegelt.

Die Grabstellen befinden sich an und zwischen den Bäumen. Die Bäume sind mit Nummern gekennzeichnet und dienen der Orientierung, das Grab des Verstorbenen leichter zu finden.

Denn es werden wohl immer, wie auf einem anderen Friedhof auch, Besucher kommen und vor den Gräbern stehen.

Der kleine Grabstein mit dem Namen des Verstorbenen zeigt den Friedhofsbesucher, wer hier bestattet wurde. Anonym die Asche beizusetzen, das geht nicht. Daher soll das Grabdenkmal, das wie ein Grenzstein aussieht, mit dem vollen Namen des Verstorbenen versehen sein. „Untergebracht werden können auf dem Gelände rund 700 Gräber“. Eine Grabstelle kostet laut Mauer 880 Euro. Man kann eine Ruhefrist von 20 Jahren und ein Nutzrecht von 30 Jahren vereinbaren. Nur Urnen dürfen bestattet werden.

Viele Interessenten

Mauer steht inmitten des Friedhofs mit einem Aufnahmeformular und notiert Namen und Adressen von Interessenten, die sich hier zur letzten Ruhe betten lassen wollen. Per Unterschrift macht er einen kleinen Vertrag mit ihnen, damit die bestellte Reservierung eines Platzes schon zu Lebzeiten gesichert bleibt. Noch während der Führung wird unterschrieben.

An jedem ersten Sonntag im Monat finden um 14 Uhr Führungen statt. Treffpunkt der Teilnehmer ist der Parkplatz am Naturfriedhof. Für Gruppen ab zehn Personen werden nach Absprache separate Rundgänge durchgeführt.

Nähere Auskünfte über den Naturfriedhof unter Tel. (0 97 65) 79 85 84

Josef Kleinhenz

Führungen 2021

07. März
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05. Sept.
03. Okt.
07. Nov.
05. Dez.
jeweils 14:00 Uhr

Gedankandacht

02. Nov. 16.30 Uhr

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