ALSLEBEN Auf Waldfriedhof keine anonymen Bestattungen

20.12.2011

ALSLEBEN
Auf Waldfriedhof keine anonymen Bestattungen

An der Ursulakapelle bei Alsleben nimmt ein bislang einmaliges Projekt in Unterfranken Formen an

5404181_1_1F9UYCFoto: Regina Vossenkaul
Erster Entwurf: So sieht das neue Logo des geplanten Naturfriedhofs bei Alsleben an der Ursulakapelle aus. Das Schiff erinnerte an die alte Ursula-Legende.

Hauptthema beim von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Annemarie Enders eröffneten Pfarrfamiliennachmittag im Schützenhaus von Alsleben waren Informationen über den geplanten Naturfriedhof an der Ursulakapelle bei Alsleben.
Pfarrer Andreas Bracharz machte dabei deutlich, dass die politische Gemeinde für den Friedhof, die Kirchenstiftung für die Ursulakapelle zuständig ist. Das sei klar geregelt und Grundlage einer Vereinbarung.
Wichtig war dem Geistlichen, dass es keine anonyme Bestattungen geben und dass man auf den kleinen Grabsteinen neben Namen und persönlichen Daten christliche Zeichen finden wird. Der Pfarrer sprach auch die Trauerbewältigung an und dazu gehöre auch, dass man am Grab stehen kann. „Ich würde mich persönlich freuen, wenn wir das schaffen, was die Menschen wollen.“
Erwähnt hat Bracharz in diesem Zusammenhang auch, dass durch den neuen Naturfriedhof die Friedhöfe in den einzelnen Gemeinden nicht in Frage gestellt sind. Was die geplante Anlage in Alsleben betreffe, sei er auch schon bei der Diözese Würzburg vorstellig geworden, um sich Rückhalt zu holen.

Auch Bürgermeister Kurt Mauer ging auf die Idee des geplanten Naturfriedhofes ein und verwies darauf, dass es beim Konzept in Alsleben wichtig ist, die Kirche mit einzubeziehen. Außerdem habe man sich schon verschiedene Naturfriedhöfe angesehen. Gespräche seien auch mit Landrat Thomas Habermann geführt worden. Erfreulich nannte es der Bürgermeister, dass sich auch die Diözese Würzburg mit dem Thema auseinandersetzt. Sein Dank galt Pfarrer Bracharz, der dies in die Wege geleitet hat. Oberamtsrat Erwin Kruczek verwies auf das Einzugsgebiet von rund 40 Kilometer, wobei auch Thüringen mit eingebunden wird. Mit der Ursulakapelle habe Alsleben dann eine Sonderstellung, und eine stilvolle Anlage. „Kirche und Friedhof sind hier nah beieinander.“
Der geplante Naturfriedhof sei zudem für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator gut begehbar und es gebe einen Parkplatz. Vorgesehen seien kleine Grabsteine in Form von Grenzsteinen mit Namen, einem christlichen Symbol und den persönlichen Daten. Geplant sei, im Umkreis um einen Baum ungefähr 12 Urnen zu platzieren. Sechs bis zehn Hektar könne die Gemeinde für diesen Naturfriedhof in mehreren Schritten ausweisen.
Vorgestellt hat Kruczek auch das Logo für den „Naturfriedhof St. Ursula“. Es zeigt einen grünen Baum als Zeichen der Hoffnung, in dem ein weißes Kreuz zu sehen ist. Das Ganze ruht auf einem Schiff und erinnert an die so genannten „Ursula-Schiffchen“ der mittelalterlichen Bruderschaften.
Der Oberamtsrat erinnerte auch daran, dass der neue Naturfriedhof letztendlich auch eine neue Einnahmequelle für die Gemeinde sei und die Ursulakapelle in ihrer Bedeutung noch mehr heraushebe. Auch die Gastronomie werde wohl profitieren, wenn nach Urnenbeisetzungen die Trauernden in der Gastwirtschaft einkehren.
Auf Fragen der Alslebener konnte Kruczek sagen, dass Bestattungen jeder christlichen Religion stattfinden können. Die Ruhefristen würden sich bei 30 Jahren einpendeln, wobei eine Verlängerung möglich sei
Mit der Fertigstellung des Naturfriedhofs, der entsprechend eingezäunt und gekennzeichnet ist, sei schon im kommenden Jahr zu rechnen.

Hanns Friedrich

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